Liebe Weinfreunde!


 

Was bedeutet eigentlich ECOVIN?

 

Mit etwa 200 ECOVIN Betrieben 2004, hat sich in Deutschland ein Verband gegründet, der sich zur Aufgabe stellt, gute, natürliche und bekömmliche Weine zu erzeugen. Ein gewisser Idealismus ist hierzu notwendig, da ein bedeutender Arbeitsmehraufwand einhergeht und ein Ertrag bis ca. 8.000 l/ha angestrebt wird - bei konventionellem Anbau sind es oft bis zu 20.000 l/ha.

Zwei dieser meist kleinen Öko-Betriebe befinden sich in Zornheim bei Mainz, der höchstgelegenen Weinbaugemeinde Rheinhessens.

Zum Pflanzenschutz sind keine gentechnisch veränderten Mittel oder synthetische Stoffe zugelassen. Organische wie natürliche, pflanzliche Mittel, wie z.B. Schwefel oder geringe Kupfermengen, sind erlaubt. Auch die Ökowinzer sind nicht Umwelt neutral, wir meinen aber die beste Alternative.

Um in einer globalisierten Welt Vorbild zu sein, dürfen wir nicht mehr Schöpfung verbrauchen als vorhanden ist. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen liegen wir z.Zt. 20% über der natürlichen Selbstreparatur der Natur. Eine deutliche Trendumkehr zu Gunsten unserer Umwelt ist nicht zu erkennen. (Nach uns die Sintflut?).

 

Was macht einen guten Wein aus?

 

Großen Einfluß auf die Qualität des Weins nehmen zuerst die Rebsorten (Silvaner, Riesling, Portugieser, Spätburgunder, usw.). Weiter essentiell ist die Bodenbeschaffenheit sowie das Kleinklima (Mikroklima).

In Deutschland hat man die Weine in Qualitätsstufen eingeteilt, die sich nach dem Mostgewicht in Öchslegrad (Fruchtzucker in der Traube) richten, je nach Weinsorte und Anbaugebiet etwas unterschiedlich. Herr Öchsle hat eine Fruchtzucker-Gehaltsmessung ersonnen, aus der Tatsache heraus, dass Zucker schwerer ist als Wasser und dies wird mit einer Mostwaage zur Anzeige gebracht.

Daraus ergibt sich folgende Klassifikation:

 

Eine Abstufung der Weine ist vom Erzeuger aus möglich. In diesen Qualitätsstufen sind viele Sondererzeugungen enthalten, z.B. Nikolauswein, Eiswein, Classic, Rheinhessensilvaner.

 

Was hat es mit den Öchslegraden auf sich?

 

Während der Gärung wandelt sich Fruchtzucker im Most in Alkohol um. Da Alkohol ein wichtiger Geschmacksträger ist, bedeuten hohe Öchslegrade (Mostgewichte) oft höhere Qualitäten.

Moste mit weniger als 76° können durch einen gewissen Zusatz an Rübenzucker gehaltvoller und haltbarer werden. Dieser Zucker wird in der Regel bei der Gärung hinzugegeben und wandelt sich in Alkohol um. Er kann nicht die Extrakte liefern, die ein sogenannter Naturwein (ab Kabinett 76 Öchsle) beinhaltet. In ausländischen Weinen findet eine solche Deklaration nicht statt.

Blick von den Weinbergen auf Zornheim

Bei hohen Mostgewichten kann der Fruchtzucker nicht vollständig zu Alkohol vergären. Es bleibt ein gewisser Restzucker im Wein zurück. Möglich ist auch, dass der Most durch kühle Temperaturen im Keller seine Gärung unterbricht und ein hoher Restzucker verbleibt.

Trockene Weine besitzen einen Restzuckergehalt bis ca. 9 g/l. Halbtrockene Weine bis ca. 18 g/l. Liebliche Weine bis ca. 44 g/l. Süße Weine ab 45 g/l Restzucker. Bei Sekt verschieben sich die Werte. Trocken beim Wein ist beim Sekt halbtrocken. Halbtrocken beim Wein ist beim Sekt lieblich usw.. Da der Sekt in der Regel hohe Säurewerte besitzt, stellt er sich oft "trockener" als Wein dar.

 

Wodurch zeichnen sich unsere Reben aus?

 

Alle unsere "Braunbeckreben" und Böden haben eine 3-jährige, überprüfte Umstellung auf ökologischen Weinbau durchlebt oder sie befinden sich noch in der Umstellung.

 Daraus ergibt sich folgende Klassifikation:

Qualitätsstufe des Weins

Prädikat

º Öchsle

Tafelwein

 

44

Landwein

 

50 - 63

Einfacher Qualitätswein (QbA)

 

64 -75

Qualitätswein mit Prädikat

Kabinett

76 - 89

 

Spätlese

90 - 99

 

Auslese

100 - 119

 

Beerenauslese

120 - 149

 

Trockenbeerenauslese

150 > 200

Eine Abstufung der Weine ist vom Erzeuger aus möglich. In diesen Qualitätsstufen sind viele Sondererzeugungen enthalten, z.B. Nikolauswein, Eiswein, Classic, Rheinhessensilvaner.

 

 

 

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